MGV unterwegs. Nach vielen Jahren veranstaltete der MGV am 20.09.2025 und 21.09.2025 endlich wieder einen zweitägigen Ausflug und es ging in die sehr schönen und geschichtsträchtigen Städte Nürnberg und Schwäbisch Hall.
„Toller Ausflug, tolle Stimmung, tolles Programm, tolles Bier, tolles Essen, tolles Wetter, tolle Kameradschaft“ so hört man auf der Heimfahrt und nach dem Ausflug des MGV immer wieder die begeisterten Kommentare.
Wir waren am 20. und 21. September unterwegs nach und in Nürnberg sowie auf dem Rückweg in Schwäbisch Hall und hatten wirklich grandioses Wetter erwischt. Sänger, Sängerfrauen, Vereinsfreunde, ein Busfahrer, seine Gattin und Kind und Kegel, so hatten wir uns aufgemacht, einen wunderschönen Ausflug zu erleben. Gestartet sind wir mit unserem Busfahrer Manfred morgens um sieben in Sickingen, erst einmal in Richtung Heilbronn. Und wir waren noch nicht einmal dort auf die Autobahn aufgefahren, wurde schon die Funktion des Kühlschranks im Bus getestet. Die ersten Biere wurden genossen und das einhellige Urteil lautete: „der Kühlschrank funktioniert wunderbar“. So gestalteten wir die Fahrt nach Nürnberg möglichst kurzweilig, bis wir in der Nähe von Ansbach auf einem Rastplatz eine Vesperpause eingelegt haben. Wie es sich gehört, haben wir dort unseren mitreisenden Gästen ein Ständchen vorgetragen, um uns das Vesper und die Getränke zu verdienen. Und ich muss sagen, das Vesper war üppig und sehr lecker. Es gab leckere Wurst in vielfältigen Variationen, Käse, Brot, Gemüse sowie diverse Getränke (übrigens wurde das Vesper gespendet, was wir erst hinterher erfahren haben. Auf alle Fälle bedanken wir uns bei dem großzügigen Spender). Gut gestärkt konnten wir so die Reise nach Nürnberg fortsetzen.
Dort angekommen ging es los mit einer Führung durch die riesigen, historischen Felsenkeller, wo im Mittelalter sehr viele Brauereien ihr Bier gelagert hatten. Unglaublich, was die Nürnberger hier unter der Stadt in den Felsen gehauen haben. Klar war natürlich, dass wir Sänger in jedem Winkel und in jeder Ecke gesucht haben, ob man da nicht irgendwo ein Fass Bier vergessen hat. Dem war leider nicht so und so mussten wir warten, bis wir wieder am Tageslicht waren, um unser erstes wohlverdientes Bier in Nürnberg zu genießen. Das Wetter war perfekt und die Nürnberger Bratwürstel vollendeten den Genuss zur Mittagszeit.
Danach begann unsere Stadtführung durch Nürnberg, bei der wir in 2 Stunden alles Wissenswerte über die wirklich schöne Stadt erfahren haben. So ging es hoch zur Burg und wieder runter, rein in den Burggraben und wieder raus, runter zum Fluss und wieder hoch, rein in die Stadt und wieder raus und wieder hoch zur Burg. Was den Sängern auf alle Fälle im Gedächtnis geblieben ist, dass es dort immer wieder um Bier geht (lechz) und es jede Menge Kopfsteinpflaster gibt (Füße aua). Aber wir hatten Kaiserwetter und es gab leckeres Eis, sodass sich alle bereits jetzt auf die Abendveranstaltung freuten.
Nach der Stadtführung ging es mit dem Bus (unser Busfahrer hatte zum Glück einen Parkplatz in der Nähe des Stadtzentrums gefunden) zum Check-In ins Hotel, der sich leider unendlich in die Länge zog! Egal, das Hotel war wirklich schön und wir ließen uns die Laune nicht verderben! So trafen wir uns später in der Hotellobby, um uns gemeinsam auf den Weg zu machen und für das Abendprogramm mit den Öffies zurück in die Innenstadt zu fahren. Das klappte wirklich problemlos, wenn es auch etwas gewöhnungsbedürftig war, dass die U-Bahnen in Nürnberg komplett autark und ohne jedes Personal auskommen. Auch ohne Fahrer!!!
Wir steuerten das Nürnberger-Stadtfest an, das glücklicherweise an diesem Wochenende stattfand. Wir hatten uns für das Abendessen Plätze in einer zünftigen Holzhütte reserviert und freuten uns schon auf ein leckeres Abendessen und natürlich auf ein gutes, gekühltes und frisch gezapftes Bier (auch wenn das nicht jedes Mal der Fall war). Wir erlebten ein großartiges Stadtfest, das auf alle Fälle einen Besuch wert ist. Die Franken verstehen zu feiern und das Fest wird passenderweise mitten in der Stadt auf der INSEL SCHÜTT veranstaltet. SCHÜTT da ist der Name Programm. Auch wir ließen uns durch den Namen animieren und verteilten uns nach dem Essen auf dem Fest und in der Stadt. So verschlug es einige Mitreisende an den Aperol-Stand, andere landeten im Biergarten und wieder andere im Disco-Stadl. Dort ging die Party richtig ab (wie man gehört hat) und es wurde kräftig abgetanzt. Die Laune war ausgelassen, vielleicht auch, weil im Zelt immer wieder irgendwelche Kühe oder Stiere bestiegen wurden (keine Ahnung, ich war nicht dabei, aber es muss lustig gewesen sein). Alle verlebten einen tollen Abend, bevor es mit der U-Bahn ohne Fahrer zurück zum Hotel ging. Natürlich zu unterschiedlichen Zeiten, je nach Durchhaltevermögen. Heia machen war angesagt, bevor wir uns am nächsten Morgen zum Frühstück trafen.
Und weiter ging es am Morgen des 21.09.2025 nach dem Frühstück. Wir hatten wunderbares Wetter, wobei der Wind doch ein wenig störend war. So trafen wir uns am Bus, um einige Nürnberger Sehenswürdigkeiten vom Bus aus zu beobachten (viel war nicht zu sehen), bis wir am Reichsparteitagsgelände einen Zwischenstopp einlegten. Da gegenwärtig aktuell sehr viel gebaut wird, ist dort nicht wirklich viel zu sehen. Wir vertraten uns auf dem Paradeplatz die Beine und durften den Müll und den Gestank erleben, den Fußballfans tags zuvor nach dem Heimspiel der Clubberer gegen den VFL Bochum hinterlassen haben. Ein hoch auf die Nürnberger Stadtreinigung, denn überall lagen Scherben rum und der ganze Platz roch wie eine riesengroße Toilette. Egal, wir bestiegen wieder den Bus und machten uns auf den Weg ins 130 km entfernte Schwäbisch Hall. Einmal losgefahren, kontrollierten wir unterwegs wieder die ordnungsgemäße Funktion des Kühlschranks im Bus, bevor wir die wirklich schöne Stadt „Hall“ (wie die Einheimischen sagen) erreichten. Nachdem am Busbahnhof jeder entweder auf Toilette war oder einen Bausparvertrag abgeschlossen hatte, ging es zu Fuß in die Innenstadt, wo uns unsere beiden Stadtführer bereits erwarteten. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und wurden durch die Stadt geführt. Was bei mir hängengeblieben ist: alte Stadt, mal katholisch, mal evangelisch, dann2 wieder mal katholisch, usw., usw. Egal wie, schön ist es dort auf alle Fälle. Und wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, in der Haller Kirche zu singen. Wobei festzuhalten bleibt, dass die Akustik in der Kirche bei weitem besser war, als unser Gesang. Zu unserer Entschuldigung möchte ich anführen, dass wir eine lange Nacht und eine lange Stadtführung hinter uns hatten. Das hinterlässt Spuren
Und was hat Nürnberg und Schwäbisch Hall nun gemeinsam? Beide sind sehr schöne Städte. Alt und ehrwürdig und es gibt in beiden Städten jede Menge Kopfsteinpflaster (schon wieder Füße aua) und wir hatten in beiden Städten tolles Reisewetter. Dazu kam, dass in Hall zwar kein Stadtfest war, jedoch wurde an diesem Sonntag der Haller "Freundschaftstag" veranstaltet. Ein multikultureller Begegnungstag auf dem Marktplatz. Und das war an den unterschiedlichen Ständen auch deutlich zu riechen. Denn die angebotenen Speisen verbreiteten über den Markplatz sehr, sehr leckere Gerüche.
Zufrieden bestiegen wir gegen 16 Uhr wieder unseren Bus in Richtung Heimat. Und siehe da, nur ca. 20 Minuten später begann es zu regnen. Machte aber nichts, wir saßen ja im Trockenen. Unser Weg führte uns zur Besenstube Büchele nach Kürnbach. Hier hatten wir zum Abschluss unser Abendessen organisiert und auch dorthin fuhr uns unser Busfahrer MANNE in gewohnt ruhiger und gekonnter Art. Danke dafür! Noch einmal wurden wir mit leckeren Getränken und Speisen verwöhnt und konnten den Abend ausklingen lassen.
Auf alle Fälle war es ein grandioser Ausflug, bei dem sich wieder einmal gezeigt hat, was wir für eine tolle Truppe sind. Und das gilt nicht nur für uns Sänger, sondern für die ganze MGV-Familie samt Frauen und Kindern. Der Zusammenhalt ist große Klasse und es macht wirklich richtig riesigen Spaß mit euch gemeinsam auf Reisen zu gehen. Es war wieder so witzig und jeder wird sich gerne daran zurückerinnern.
Habe fertig - Markus Sager, Schriftführer
